Was ist das eigentliche Problem?
Du willst sofort wissen, warum EPS und Giropay nicht einfach austauschbar sind – weil sie grundverschieden funktionieren und deine Kunden dabei unterschiedliche Erwartungen haben.
EPS – das schnelle Schweizer Modell
EPS (Electronic Payment Standard) ist das Rückgrat des Schweizer Online-Bezahlverkehrs. Hier gilt: Echtzeit, Banken-to-Bank, kein Zwischenschritt, keine Kreditkarte. Der Kunde gibt seine Kontodaten ein, das Geld wird sofort vom Konto abgebucht. Einfach, sicher, aber nur in der Schweiz und für Banken, die EPS unterstützen.
Giropay – das deutsche Allround-Tool
Giropay dagegen ist Deutschlands Antwort auf Sofortüberweisungen. Der Unterschied? Der Kunde loggt sich in sein Online-Banking ein, bestätigt die Zahlung und das Geld wird ebenfalls in Echtzeit transferiert. Der Clou: Giropay ist nicht auf ein einzelnes Land beschränkt, sondern funktioniert mit über 1.500 Banken europaweit.
Technische Kernunterschiede
EPS nutzt das ISO-20022-Format, Giropay setzt auf das ältere ISO-8583-Protokoll. Das bedeutet, dass EPS modernere Datenfelder bietet, die mehr Infos transportieren können, während Giropay auf bewährte, aber etwas starrere Strukturen zurückgreift.
Transaktionsgeschwindigkeit
Beide Systeme sind blitzschnell, aber EPS hat einen leichten Vorsprung bei reinen Inlandsüberweisungen, weil es keine zusätzlichen Authentifizierungsschritte über Drittanbieter braucht.
Gebührenstruktur
Hier divergieren sie stark: EPS verlangt meist eine Pauschale pro Transaktion, Giropay kann je nach Bank variable Gebühren erheben. Wer Kosten senken will, muss also genau prüfen, welche Bank er einbindet.
Integration und Nutzererlebnis
Entwickler lieben EPS wegen seiner klaren API-Spezifikation – kein Schnickschnack, nur sauberer Code. Giropay hingegen hat ein paar mehr Hürden: Redirects, Session-Management und unterschiedliche UI-Varianten je nach Bank.
Doch das wahre Argument liegt im Kundenvertrauen. Schweizer Kunden kennen EPS, deutsche Kunden Giropay. Wer also international verkaufen will, muss beide Optionen anbieten, sonst verliert er potenzielle Käufer.
Rechtliche Rahmenbedingungen
EPS unterliegt dem Schweizer Finanzmarktaufsichtsgesetz, Giropay dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Das hat Konsequenzen für Datenaufbewahrung, Reporting und Haftung. Wer das ignoriert, riskiert teure Sanktionen.
Praxisbeispiel
Ein Online-Casino wollte EU-weit expandieren. Sie setzten zuerst nur EPS – die Schweizer Spieler jubelten, die Deutschen blieben kalt. Nach kurzer Zeit kam Giropay hinzu, das Conversion-Rate-Problem löste sich fast über Nacht.
Mehr Details zu diesem Vergleich findest du hier: https://giropaywetten.com/articles/eps-giropay-unterschied/.
Dein nächster Schritt
Schau dir deine Zielgruppe an, prüfe deine Bankpartner und integriere sofort beide Zahlungsmethoden. Nur so sicherst du dir maximale Abdeckung und vermeidest teure Fehlentscheidungen.